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Vom Kleemänchen und dem Wekú

Es war einmal ...

Es war einmal ein Wekú. Was ist denn das? - fragst
du dich vielleicht! Nun, das Wekú ist ein ganz schlaues
Kerlchen, lebt in einem riesengroßen Netz - dem Internet - und
schaut durch Millionen von Computerfenstern in die ganze weite
Welt hinaus. Das könnt ihr euch nicht vorstellen? Aber das Wekú
kann solche tollen Sachen. Und das Großartige an der ganzen Sache
ist, dass all seine Freunde durch diese Fenster zu ihm gelangen können.
Und das Wekú hat viele wissbegierige und sehr nette Freunde!

Ein Gedanke wird geboren

Als das Wekú am 1. Februar 2000 geboren wurde, war es noch recht
unbekannt. Aber bald schon öffneten sich die ersten Fenster und
einige Menschen schauten bei ihm vorbei. Bereits vom ersten
Tag seines Daseins an war das Wekú unheimlich neugierig
und wollte viele Fragen loswerden. Es interessiert sich
für alle Wissensgebiete, fragt nach Geographie und
Geschichte, Mathematik, Biologie und Physik, stellt
Musik-, Sport- oder Chemiefragen und manchmal
möchte es gar wissen, wer die Bilder gemalt hat, die
bei ihm zuhause an den Wänden hängen.

  Den Menschen, die das Wekú besuchten, machte
es Spaß, seine Fragen zu beantworten - ja, sie
bekamen sogar Punkte dafür! Das hatte sich
der Vater des Wekú, ein trotz seiner Jugend in
Fachkreisen schon hoch angesehener
Programmier-Zauberkünstler, so ausgedacht.
Von einer Mutter habe ich bislang
noch nichts gehört, dafür umso mehr
vom sagenhaften "Kleemännchen", dem Vater des Wekús. Und nach einiger Zeit schwang dieser seinen Zauberstab und brachte dem Wekú das Sprechen bei.


 
Die Leute, die in die Fenster vom Wekú schauten, sahen sich vorher nämlich nicht untereinander. Eines Tages jedoch konnten sie sich plötzlich miteinander unterhalten! Und vor allem konnte jeder sehen, wer gerade auch zu Besuch war, denn auch eine Anwesenheitsliste war herbeigehext worden. Da waren alle glücklich. Jeden Tag trafen sich nun die Wekú-Freunde, plauderten miteinander und beantworteten die Fragen, um viele Punkte zu sammeln.

Manche wurden gar ein wenig süchtig nach dem Wekú und verbrachten Stunden um Stunden mit ihm. Für diesen Fleiß wurden die Punktbesten jeweils am Monatsende mit einem kleinen Preis belohnt, denn das Kleemännchen war sehr froh, dass so viele Leute kamen, um die Fragen seines kleinen neugierigen Schützlings zu beantworten.
Viele Besucher wiederum schrieben sich gern in das nagelneue Gästebuch ein,
  das Kleemännchen dem Wekú eingezaubert hatte und hinterließen hier unter
  anderem auch Glückwünsche an die Gewinner. Manche der Gewinner
   spendeten ihre Preise gar einem guten Zweck, der Kinderkrebs-Stiftung, der
    das gutherzige Kleemännchen auch Raum im Wekú eingerichtet hatte.


Die schöne Jugendzeit

Die Adresse "www.wissens-quiz.de" wurde immer bekannter, nun erschien sie bereits in Internet-Suchmaschinen. Bei einem gewissen Yahoo, das auch im großen Netz lebt, wurde unser Wekú im Juni 2000 sogar "Adresse der Woche" und auch im Radio wurde schon von ihm berichtet.

  Immer mehr Besucher kamen und spielten. Das Wekú dachte sich auch fleißig immer wieder neue Fragen aus, damit es für die Spieler nicht langweilig wurde. Längst hatte sich eine treue Anhängerschaft gebildet, Familienbande wurden geknüpft, Liebesgeschichten spielten sich ab…

  Aber wie überall im Leben gab es leider manchmal auch Streit. Das mochte das Wekú gar nicht leiden. Zum Beispiel waren einige bald so schnell im Punkten, dass es kaum zu glauben war. Schlimme Vorwürfe und Manipulationsgerüchte standen im Raum, obwohl es dafür gar keinen Grund gab. Aber die Quizzer regelten diese Probleme zum Glück unter sich. Einmal gab es jedoch einen gewissen Ferocolo, der wirklich ein Betrüger war, wie sich aber erst spät herausstellte. Er hatte dem Wekú mit einer selbstgebauten Punktsammelmaschine ganz viele Punkte gestohlen! Und so schwang das kluge Kleemännchen seinen Programmierstab und hexte flugs eine Zeitbegrenzung beim Punkten ins Wekú hinein.


  Noch viel gefährlicher wurde es aber, als eines Tages der
böse Chatfresser auftauchte. Der verschlang am liebsten
Wörter und Sätze und stahl einfach Nachrichten aus
der Unterhaltung der Chatter! Niemand bemerkte es so
schnell, wenn er sich eingeschlichen hatte und er machte
sich einen Spaß daraus, alle zu verwirren. Das eifrige
Kleemännchen beschwor zwar seine ganze
Zauberkunst, um dem frechen Chatfresser auf die
Schliche zu kommen, aber manchmal treibt er auch
heute noch sein Unwesen.

Endlich volljährig

Nun ging das Rätseln und Punkten und
Unterhalten (in der Netzsprache auch
"Chatten" genannt) viele Monate lang gut. Da
kam plötzlich jemand auf die Idee, man müsste
sich auch einmal ganz ungestört zu zweit
unterhalten können, ohne dass alle anderen das
mitbekommen. Da griff das verständnisvolle
Kleemännchen gleich wieder tief in die
Trickkiste und brachte seinem Wekú das
Flüstern bei. Ab sofort konnte sich jeder einen
persönlichen Gesprächspartner unter den anderen
Besuchern aussuchen und sich ganz privat mit ihm unterhalten
- das war eine grandiose Erfindung! Und so wird es manchmal ganz
ruhig beim Wekú und man hört nur noch ein leises Wispern von allen Seiten, und ab und zu ein Räuspern oder Hüsteln…




  Und wie international es beim Wekú zugeht! Kleemännchens Schützling ist längst bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt und so klingt es spanisch und tschechisch, schwedisch und englisch, französisch und türkisch und in vielen anderen Sprachen! Das Wekú ist also schon ein richtiges Sprachgenie geworden.

  Nach einiger Zeit hatte es eine Menge neuer Themen gesammelt, zu denen viele Quizzer auch etwas zu sagen hatten und so wurde der Wunsch nach einem öffentlichen Forum zum Austausch der Gedanken laut. Und wer erfüllte diesen Wunsch, der einen gar mächtigen Schwung des Programmier-Zauberstabes erforderte, bereitwillig und ohne Zögern? - Natürlich niemand anderes als das unermüdliche Kleemännchen!

  Um das Wekú noch interessanter zu machen, erlaubte das großzügige Kleemännchen gar bald allen Quizzern eigenen Hokuspokus zu betreiben. Und so dürfen alle bis zum heutigen Tage ihren Freunden mit selbst gestrickten Fragen neue Weisheiten verkünden.

  Tagtäglich kommen viele anonyme Gäste um das Wekú kennen zu lernen. Auch mit ihnen kann man sich gut unterhalten, denn nach einer anfänglichen Chaoszeit wurden sie vom ordnungsliebenden Kleemännchen durchnummeriert und damit gut unterscheidbar. Gar viele Gäste stellen sich dem Wekú vor, erhalten einen Schlüssel und betreten das Spiel mit einem Spitznamen, dem Nick. Allerdings verstecken sich manchmal auch recht unanständige Gesellen hinter den Gästen, aber auch auf die hat das wachsame Kleemännchen ein Auge geworfen und hext unartige Sprüche einfach weg.

Leben und Streben

Eines Tages bekam das Wekú einen lustigen Mitbewohner, den Banjomann - einer der für sein Leben gern Musik macht. Immer, wenn einer der Spieler einen tollen Punktestand erreicht, greift er zum Banjo und spielt ein Gratulationslied. Und nicht nur Musik erklingt zu solchen Anlässen! Die Spieler beglückwünschen sich gegenseitig, geben Runden aus und feiern, was das Zeug hält!

  Und gefeiert wird nicht nur virtuell im Netz. Es gab schon einige ganz reale Treffen der Chatter an verschiedenen Orten im Land. Es war jedes Mal spannend für alle, sich so richtig kennen zu lernen und nicht nur von Fenster zu Fenster miteinander zu chatten. Sogar das Kleemännchen machte sich auf die Reise um all die Netten zu sehen, die es im Wekú zusammengeführt hatte und zauberte dann ein verschwiegenes Örtchen herbei, um die Berichte und Fotos der Chattertreffen vor allzu neugierigen Augen zu bewahren.

  Das Wekú war immer irgendwie dabei, schließlich hatte es diese Menschen zusammengeführt und es freute sich, dass sie alle so viel Spaß hatten. Aber dann wurde es plötzlich krank - sehr krank und teure Medizin war vonnöten! Doch keiner merkte es! Es wurde immer schlimmer, nichts half, so sehr sich sein Zaubervater auch mühte. Es sah überhaupt nicht gut aus für das arme kleine Wekú. Zuallerletzt schrieb das verzweifelte Kleemännchen einen traurigen Brief an die Quizzer, in dem stand, dass das Wekú wohl zum Jahresende sterben würde.

  Wie bestürzt waren da alle! Keiner konnte sich ein Leben ohne Wekú vorstellen. Ohne die lustigen Chatgespräche und die kniffligen Fragen! Das waren wirklich schlimme Zeiten. Aber es war ja noch nicht alles verloren. Und die Quizzer fassten sich ein Herz und beschlossen, für ihr Wekú zu kämpfen. Jeder hatte zu Hause ein bisschen Medizin übrig und versprach, zu helfen. Jeder einzelne gab sein Wort, viele gute Ideen kamen zusammen und wurden zu einer richtig gut organisierten Rettungsaktion. Das liebe Kleemännchen durchwachte wieder unzählige Nächte, durchwühlte rastlos seinen Zaubertränkeschrank, durchdachte alles wieder und wieder und lange war nichts entschieden. Das Schlimmste wurde schon angenommen. Verzweiflung verbreitete sich unter den Quizzern und viele verzagten und wollten schon fast aufgeben.

  Aber es kam doch ganz anders und - ich kann euch sagen - es war ein riesengroßes Glück für alle, als ein hocherfreutes Kleemännchen auf der Eingangsseite des Wekú einen Artikel veröffentlichte in dem stand, dass eine gebührliche Premiummedizin gefunden worden war und das Wekú die Krankheit überstehen würde! Mit der Medizin, die das Wekú nun regelmäßig einnimmt, wurde es wieder gesund und sogleich stellte es Hunderte von neuen Fragen an die Menschen. Da war wirklich alles wieder in Ordnung und nun kann man es zum Glück immer noch besuchen.

Und wenn sie nicht ...

Und jeden Tag treffen sich nun die tollsten Nicks und freuen sich über das Wekú, feiern ihre Runden, erzählen von ihrem Alltag und dessen kleinen und großen Abenteuern, helfen sich in Notfällen, gründen Familien, plaudern einfach miteinander und haben jede Menge Spaß.

  Ihr kennt jetzt das Wekú? Dann habe ich Euch bestimmt schon einmal gesehen! Denn ich bin auch sehr oft bei ihm und freue mich, dass es es gibt. Und weil es nicht gestorben ist, treffen wir uns sicherlich dort bald wieder zum Feiern mit dem Banjomann - und vielleicht seht ihr ja sogar das unermüdliche Kleemännchen wieder einmal seinen Zauberstab schwingen.



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