Die internationale Gemeinschaft nimmt den Kampf gegen missbräuchliche Spekulationen auf den Agrar- und Rohstoffmärkten auf. Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO kündigte ein Sondertreffen im September an; Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will das Thema auf dem Agrargipfel im Januar 2011 in Berlin besprechen. Auch auf dem G-20-Gipfel sollen die Spekulationen ein Schwerpunktthema sein. mehr ...
Die neue europäische Finanzaufsicht soll noch mächtiger werden als bisher bekannt. Die neuen Aufsichtsbehörden für Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel könnten auch bestimmte für Verbraucher und Banken gefährliche Finanzprodukte und Transaktionen verbieten, hieß es aus der EU-Kommission in Brüssel. Allerdings könne dies nur befristet geschehen. Europaparlament und EU-Staaten hatten sich am Donnerstagabend nach monatelangem Tauziehen auf die verschärfte Aufsicht geeinigt. Damit hätte die Finanzkrise von 2007 nach Ansicht der Kommission deutlich eingedämmt werden können. mehr ...
Eine Serie mysteriöser Säureanschläge auf Banker beschäftigt derzeit die Schweizer Polizei. Wie die Zeitung "Tribune de Genève" berichtete, wurden bislang mindestens neun Päckchen mit einer ätzenden Flüssigkeit an die Privatadressen von Bankern in Genf und dem benachbarten Kanton Waadt gesandt. Mindestens vier Menschen wurden demnach verletzt, darunter auch ein Kind. mehr ...
Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) will beim Sparprogramm der Regierung nachverhandeln: Er werde sich bei den Haushaltsberatungen des Bundestages dafür einsetzen, die geplante Kürzung der Städtebauförderung "etwas abzumildern", sagte Ramsauer in Berlin. Er habe das "Gesamtpaket" im Kabinett zwar "insgesamt mitgetragen", er kenne jedoch keinen Minister, der in Einzelberatungen nicht versuchen würde, "da und dort die Dinge zu glätten". mehr ...
Die französische Fluggesellschaft Air France denkt über eine eigene Billigfluglinie für Inlandsflüge nach. Das Unternehmen spiele verschiedene Möglichkeiten durch, um Billigfluggesellschaften wie Easyjet "zu bekämpfen", verlautete von Air-France-Mitarbeitern. Eine Möglichkeit wäre demnach, eine neue Firma "innerhalb der Air France-KLM-Gruppe" zu gründen und deren Mitarbeiter an Flughäfen wie Marseille, Nizza und Toulouse anzusiedeln. mehr ...
Das in Russland wegen der anhaltenden Trockenheit im August verhängte Exportverbot für Getreide wird bis zum Sommer kommenden Jahres verlängert. Ministerpräsident Wladimir Putin kündigte im russischen Fernsehen an, dass das Embargo nicht vor "der Ernte des nächsten Jahres" und vor Abschluss einer Inventur der Vorräte aufgehoben werde. Damit solle Stabilität gewährleistet und zugleich vermieden werden, "unnötige Ängste zu schüren". mehr ...
In dem dreiwöchigen Bieterwettlauf um das auf Datenspeicherung spezialisierte Unternehmen 3PAR hat sich der US-Computerkonzern Dell seinem Konkurrenten Hewlett-Packard geschlagen gegeben. Dell erklärte seinen Übernahmeversuch für beendet, nachdem Hewlett-Packard sein Gebot für 3PAR auf 2,4 Milliarden Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) erhöht hatte. Das entspricht 33 Dollar pro Aktie. Dell hatte zuletzt 32 Dollar pro Aktie geboten. mehr ...
Chinas größter Autokonzern Chery will eine Fabrik in Spanien bauen. Das Werk in Katalonien könne bereits im Jahr 2012 fertig sein und die ersten Modelle ab 2015 produziert werden, teilte die Regierung der nordöstlichen Region Spaniens mit. Der Regierungschef Kataloniens, Jose Montilla, habe in China mit dem Konzernchef von Chery über die Pläne gesprochen. mehr ...
Die Bundesregierung unterstützt die französische Regierung bei ihren Plänen, missbräuchliche Spekulationen an Rohstoff- und Agrarmärkten einzudämmen. Deutschland werde gemeinsam mit Frankreich eine Initiative innerhalb der G-20 zur Begrenzung der Energie- und Rohstoff-Preisschwankungen einbringen, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" aus einem Strategiepapier aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. "Nahrungsmittel dürfen nicht Gegenstand reiner Finanzspekulation sein", heißt es demnach in dem Papier. mehr ...
In den drei Monaten seit Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko hat der britische Ölkonzern BP sein Werbebudget deutlich auf mehr als 93 Millionen Dollar (knapp 73 Millionen Euro) aufgestockt. Die Werbeausgaben für die Monate April bis Juli 2010 lägen drei Mal höher als jene aus dem Vorjahreszeitraum, teilte der zuständige US-Kongressausschuss für Energie, der die Angaben von BP angefordert hatte, in Washington mit. mehr ...